Bürgerinitiativen

Bürgerinitiativen zum Erhalt von Stadtgrün

Wie sehr der Heidelberger Stadtbevölkerung ihr städtisches Grün am Herzen liegt, war in den letzten Jahren häufig zu spüren. Denn immer wieder formierten sich Bürger­initiativen, die sich leidenschaftlich für jede von Bebauung bedrohte Grün­­fläche einsetzten. Aktuell sind bzw. waren bis vor Kurzem sogar mehrere verschiedene Bürgerinitiativen im Einsatz.

Die aufgeführten Bürgerinitiativen in Sachen Erhalt von Grün sind chronologisch absteigend sortiert, unabhängig von Erfolg oder Misserfolg.

Kurzübersicht über die aufgeführten Bürgerinitiativen:

Wieblingen: Wolfsgärten

Im Streit um die „Wolfsgärten“ standen für die Bürgerinitiative gleich zwei gewichtige Ziele im Fokus: Einmal sollte verhindert werden, dass das Ankunftszentrum für Geflüchtete vom derzeitigen Standort im Patrick-Henry-Village auf die Wolfsgärten verlegt wird – einem entlegenen, bisher nicht ans Verkehrsnetz angebundenen und auch räumlich sehr stark beengten Standort. Ein Ort also, wie er kaum abweisender und insgesamt ungeeigneter nicht sein könnte für die Aufnahme traumatisierter Menschen. Zum anderen wollte man verhindern, dass dort durch die Errichtung des Zentrums wertvoller Ackerboden versiegelt wird.

Die Stadt Heidelberg und das Land Baden-Württemberg dagegen warben massiv für das Ankunftszentrum auf den Wolfsgärten. Für den 11. April 2021 war ein mit großer Spannung erwarteter Bürgerentscheid in dieser Angelegenheit angesetzt.[1] Der Bürgerentscheid ergab ein erstaunlich klares Votum gegen die Bebauung der Wolfsgärten (über 70%) und erreichte mit fast 40% Beteiligung spielend das Quorum.

HEISSE DISKUSSIONEN IM VORFELD Streitpunkt: die Wolfsgärten und ihre mögliche Bebauung mit einem Ankunftszentrum verbunden mit Versiegelung von Ackerboden.

Grüne Flächen in Rohrbach-Süd als Abstellplatz für Straßenbahnen

Ebenfalls gegen die Versiegelung von fruchtbarem Ackerboden  wenden sich engagierte Rohrbacher Bürgerinnen und Bürger unter Führung des Stadtteilvereins, unterstützt von der  Bürgerinitiative „Ökologische Mobilität“. Die umstrittenen Flächen  in Rohrbach-Süd sollen als Abstell­flächen für Straßenbahnen verwendet werden. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit der angestrebten Vergrößerung und teilweisen Verlagerung des Betriebshofs in Bergheim.[2]

BALD PARKPLATZ FÜR STRASSENBAHNEN? Um diese Flächen dreht sich der Streit.

Dass die Rohrbacher Bürgerschaft auf die vorgeschlagene Versiegelung von fruchtbarem Boden zugunsten von Abstellflächen mit solch heftiger Ablehnung reagiert, hat einen weitreichenden Hintergrund. Darauf weisen Volker Kaltschmitt und Jörg Clauer, zwei Rohrbacher Landwirte, in einem ausführlichen Gastbeitrag in der RNZ vom 15.04.2021 hin. Der Titel ist bezeichnend: „Wie Rohrbach der Boden entzogen wurde“.

Die beiden Verfasser Kaltschmitt und Clauer führen an, dass das einst eigenständige Dorf Rohrbach seit seiner Eingemeindung 1927 sukzessive große Teile von Wald- und Ackergebieten, von Obstbaumwiesen und Gärten für Bebauung opfern musste, und belegen dies mit Beispielen und Fotos. Die Fläche für Acker- und Weinbau sei so drastisch geschrumpft, dass ein weiterer Aderlass nicht hinnehmbar sei.

In einem leidenschaftlichen Plädoyer setzen sich die beiden Landwirte für den Erhalt der übrig gebliebenen landwirtschaftlichen Fläche ein, denn in ihren Augen ist sie „Erwerbs-grundlage der verbliebenen landwirtschaftlichen Betriebe, der letzte Lebensraum für Tiere und Pflanzen der Feldflur, aber auch – und das zunehmend – Naherholungsgebiet für die Menschen, die hier leben.“

Weiter heißt es: „Die Felder und die Weinberge tragen einen großen Teil zur Stadtteilidentität und zur Lebensqualität in Rohrbach bei. Auch die Bewohner der Stadtteile Boxberg und Emmertsgrund leben gerne ‚zwischen Wald und Reben'“. Nachlesen können Sie das ganze Statement von Volker Kaltschmitt und Jörg Clauer hier.


Wieblingen: Initiative gegen Nachverdichtung am Dammweg

In Wieblingen kämpfte eine Nachbarschafts­initiative gegen ein Nachverdichtungsprojekt am Dammweg. Die mittels Online-Petition „Für Wieblingen – für Tier, Mensch und Klima“ gesammelten über 1100 Unterschriften reichten jedoch nicht, um die geplante Baumaßnahme abzuwenden.

Worum ging’s? Am Dammweg stand eine alte Villa inmitten eines parkähnlichen Grundstücks mit vielen alten Bäumen. Inzwischen ist die Villa abgerissen, alle Bäume auf dem Grundstück sind entfernt. Die neu geschaffene Freifläche wird mit 8 Doppelhaus­hälften und 16 Parkplätzen dicht bebaut.

Der Nabu Heidelberg hatte den Protest unterstützt, insbesondere weil die (nun zerstörte) Grünanlage von zwei verschiedenen Fledermausarten genutzt wurde und weitere Tiere darin ihren Lebensraum hatten. Ein artenschutzrechtliches Gutachten untermauerte die Forderungen der Anwohnerinnen und Anwohner nach Erhalt der Bäume.[3]

Grundstock am Dammweg nach der Rodung
Das betreffende Grundstück am Dammweg, Wieblingen. Es war zuvor dicht bestanden mit alten großen Bäumen.
Ein Wurzelstock erinnert noch an den prächtigen Baumbestand.
Ein Wurzelstock erinnert noch an den prächtigen Baumbestand.
Das betreffende Grundstück am Dammweg vor der Rodung; Foto: Google Earth.

Wieblingen: Initiative gegen Nachverdichtung am Wieblinger Weg (Ochsenkopf)

Das andere Nachverdichtungsprojekt am sog. Ochsenkopf (Wieblinger Weg 39/41) wurde ebenfalls bereits durchgesetzt. Seit Ende 2020 werden dort anstelle eines kleinen, alten Hauses 21 barriere­freie Sozialwohnungen entstehen, wofür ein Teil der angrenzenden Gärten geopfert wurde. Natürlich ist Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Stadtgebiet positiv zu sehen, aber allzu häufig – wie auch in diesem Fall – geht das mit dem Verlust von Grün einher.[4] Vor allem fürchten die Bewohner des Wieblinger Wegs, dass im Zuge weiterer Nachverdichtung noch mehr von ihren Gärten betroffen sein werden.


Pfaffengrund: „Rentnerweg“ (Heinrich-Menger-Weg)

„Hände weg vom Rentnerweg!“ Dies ist in Kurzform zusammengefasst der Appell einer Bürgerinitiative im Pfaffengrund. Anfang Februar 2020 waren Pläne der Stadt Heidelberg und der RNV publik geworden, denen zufolge der sog. „Rentnerweg“ (eigentlich „Heinrich-Menger-Weg“) im Pfaffengrund als eine von sieben möglichen Trassen für eine Straßenbahnanbindung des Patrick-Henry-Village in Betracht gezogen wird.

Der „Rentnerweg“ ist der größte zusammenhängende Grünzug im Pfaffengrund. Er dient nicht nur der Naherholung, sondern wird auch als sichere, autofreie Wegverbindung von vielen Menschen geschätzt. Zudem ist die Strecke Teil des örtlichen Bewegungsparcours und der Kurpfalzroute. Mehr als genug Gründe also, für einen Erhalt der Grünanlage zu kämpfen. Mitte des vergangenen Jahres sammelte der Stadtteilverein Unterschriften; in kürzester Zeit hatten sich 1500 Pfaffengrunder eingetragen. Wo die Straßenbahntrasse verlaufen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. (Hier geht’s zum RNZ-Artikel).

DER „RENTNERWEG“ Spazier- und Fahrradweg, Naherholungsgebiet und Revier vieler Tiere.

Altstadt: Erhalt des Gartens an der Providenzkirche

Ein weiteres Beispiel aus jüngerer Zeit:  der Einsatz für den Erhalt des Gartens hinter der Provi­denz­kirche. Als bekannt wurde, dass die evangelische Kirche in Heidelberg die Grünfläche zum größten Teil für den Neubau  eines Gemeindezentrums verwenden wollte, regte sich sofort Protest in der Bevölkerung, die diese grüne Lunge in der Alt­stadt unbedingt erhalten und in einen öffentlichen Park um­wan­deln wollte.

In kurzer Zeit hatte eine Bürger­initiative mehr als 2 Mio. Euro an Spendengeldern gesammelt. Nach längeren Verhandlungen konnte schließlich Ende November 2019 eine Einigung erzielt wer­den: Ein großer Teil des Erbbaurechtsgrundstücks soll als Bürgerpark der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, ein kleinerer Teil wird von der Kirche nach ihrem Bedarf bebaut.[5]

Das Engagement der Beteiligten für den wertvollen Baumbestand und einen kleinen Park für die Allgemeinheit hat sich ohne Frage gelohnt.

Der Providenzgarten vom Café Schafheutle aus gesehen
BLICK ÜBER DIE MAUER Der Providenzgarten vom Café Schafheutle aus gesehen.
NATURDENKMAL Der mächtige 250 Jahre alte Ginkgo.

Der Provi­denzgarten zeichnet sich durch wertvollen alten Baum-bestand aus; der Ginkgo (rechts) gilt aufgrund seines hohen Alters von rd. 250 Jahren und seines Stamm-umfangs von über 5m sogar als Naturdenkmal ebenso wie die mächtige Libanonzeder (Mitte)[6]; Altstadt, Ecke Landfried- u. Friedrichstr.

Die alte Zeder.

Bergheim: Die Wiese am Ochsenkopf

Ein anderes Thema, das die Gemüter über einen längeren Zeitraum erhitzte: die Ochsenkopfwiese, um deren Erhalt oder Bebauung erbittert gestritten wurde.

Die Wiese – vor allem als Naherholungsgebiet und kühlende Oase in dem dicht bebauten Stadtteil Bergheim sehr geschätzt – war von der Stadt als neuer Stand­ort für den Betriebshof vorgesehen, trotz erheblicher Ein­wände von Anwohnerschaft und Naturschutzgruppen. Schließlich kam es zum Bürgerentscheid. Dieser verfehlte zwar knapp das notwendige Quorum, aber der Gemeinderat stimmte Mitte Oktober 2019 letztlich mit hauchdünner Mehrheit doch für den Erhalt der Wiese.[7]

Genau ein Jahr später entschied der Gemeinderat (mit einer Stimme Mehrheit), das bisher immer noch als Gewerbefläche ausgewiesene Areal endgültig offiziell in eine Grünfläche umzu­widmen. Ein glücklicher Ausgang eines jahrelangen Tauziehens!

Die Wiese am Ochsenkopf in voller Blüte
Die Wiese am Ochsenkopf (Foto: C. Wiethaler).

Bergheim: Der Penta-Park, Vangerowstraße

Ab 2014 begannen enga­gierte Bürger und Bürgerinnen zusammen mit dem NABU und anderen Naturschutzorganisationen gegen die drohende teil­weise Bebauung des Penta-Parks in Bergheim zu kämpfen. Der Streitpunkt: die von dem Bauunternehmer Roland Ernst ge­plan­te Erweiterung des angrenzenden Marriott-Hotels durch einen Hotelneubau auf dem Areal des Penta-Parks. Dazu muss man wissen, dass der Penta-Park nur optisch wie eine Grünfläche aussieht; juristisch gilt er als begrünte Tiefgarage.

Nach mo­na­te­langem Hin und Her zwischen Unterstüt­zern und Gegnern des Vorhabens stimmte schließlich der Gemeinderat Ende 2015 für das Projekt. Da jedoch bestimmte juristische Ein­wän­de vor der Abstimmung noch nicht hinreichend geklärt waren, erhob der NABU beim Regierungs­präsidium in Karlsruhe Ein­spruch und erhielt zunächst in einer ersten Stellungnahme und auch bei einem Vororttermin Recht. Eine danach vom Regie­rungs­­präsi­dium angeforderte Einschätzung der Sachlage durch die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz BW kam teilweise zu einer etwas anderen Be­­wertung.[8]

Allerdings kam es Anfang 2021, nach gut 5 Jahren Pause, zu einem erneuten Vorstoß vonseiten des Bauinvestors Roland Ernst, die Teilbebauung des Penta-Parks doch noch durchzusetzen – unter Berücksichtigung der inzwischen vom Regierungspräsidium gemachten Auflagen. Der Bauausschuss befürwortete daraufhin das Bauprojekt (Ende Februar).[9] Das rief erneut die Naturschutzverbände auf den Plan. Mit einer gemeinsamen Protestaktion wollten sie Bauausschuss und Gemeinderat dazu bringen, den Bebauungsplanbeschluss zu kippen (s. RNZ vom 12.03.2021, Artikel von Maria Stumpf: „Naturschutzverbände geben nicht auf“).

Nur wenige Tage später die Riesen-Überraschung für alle Beteiligten: OB Würzner sprach sich entgegen der allgemeinen Erwartung sehr klar gegen den Hotelneubau aus (vgl. RNZ vom 16.03.2021 „Marriott soll doch nicht erweitern dürfen“). Seine Begründung: Inzwischen gebe es in Heidelberg so viele Hotels, es sei nicht ratsam, den Hotelmarkt durch einen weiteren Neubau zu überhitzen. Damit war die Kehrtwende in dem Ringen um die Verwirklichung des Projekts eingeleitet. In der entscheidenden Gemeinderatssitzung am 24.06.21 votierten die Räte mit 21 zu 15 Stimmen, das Projekt endgültig zu begraben. Siehe dazu RNZ vom 25.06.21 „Der Beschluss steht: Marriott darf nicht erweitern.“

Reinigungs- und Protestaktion pro Penta-Park des NABU am 10.03.21
Reinigungs- und Protestaktion pro Penta-Park des NABU am 10.03.2021.
Foto vom Penta-Park, Vangerowstraße
Seit Jahren in der Diskussion: der Penta-Park.
Entschlossener und unablässiger Einsatz des Nabu für den Erhalt des Penta-Parks.

Hier nochmal die wichtigsten Argumente pro Erhalt des Penta-Parks in Kürze:

  • Wichtige Erholungsfläche im sonst so dicht bebauten Bergheim
  • Kaltluftschneise
  • Trittsteinbiotop
  • Bebauung ist spätestens seit dem von der Stadt Heidelberg ausgerufenen Klimanotstand (Gemeinderatssitzung vom 09.05.2019) nicht mehr zu vertreten.

Siehe dazu auch die jüngste Stellungnahme des Nabu gegen den Hotel-Neubau im Pentapark vom 06.03.2021.


Altstadt: Erweiterung der Stadthalle

Das Thema „neues Kongresszentrum“ sorgte in Heidelberg etliche Jahre für große Debatten und Proteste. Angedacht war 2008 zunächst die „kleine Lösung“, nämlich Umbau und deut­liche Erweiterung der historischen Stadthalle.

Der Vorschlag stieß auf heftige Kritik der Bürgerschaft. Die sog. Ertüchtigung der Stadthalle zum Kultur- und Kongresszentrum hätte nicht nur eine erhebliche optische und bauliche Veränderung des Gebäudes bedeutet, sondern dabei wären auch die östlich und westlich davon gelegenen Grünflächen weggefallen, sprich zugebaut worden.

Rasch formierte sich der Widerstand der Altstädter zur Bürgerinitiative „BIEST“. Ihre Position fand schnell die Zustimmung breiterer Kreise und mün­dete schließlich im Juli 2010 in einen Bürgerentscheid. Das erforderliche Quorum wurde spielend erreicht; da­mit war der Plan der Stadthallenerwei­terung vom Tisch.[10]


Standortsuche „Kongresszentrum“

Bereits kurze Zeit später rückte das Thema „Kongresszentrum“ erneut in den Fokus.[11] Nun aber sollte die Bürgerschaft von vornherein in die Wahl des Standorts mit einbezogen werden, und zwar im Rahmen eines neuartigen, recht aufwendigen Bürger­beteiligungsverfahrens. Im November und Dezember 2014 waren die Heidelberger schließlich dazu aufgerufen, Standort­vorschläge zu diskutieren bzw. eigene Vorschläge einzu­bringen.

Eine große Zahl der Einwohnerschaft votierte für die Wahl eines Standorts auf bereits versiegelten Flächen und äußerte sich vielfach explizit gegen die Bebauung von bestehenden Grün­flächen, insbesondere des Römerbadparks, den u. a. die Rhein-Neckar-Zeitung gleich nach dem Scheitern der Stadthallen­erwei­terung ins Spiel gebracht und favorisiert hatte. Eine Bürgerinitiative sammelte darüber hinaus weit über 800 Stimmen gegen die Bebauung des Römerbadparks. Letztlich fiel die Entscheidung unter großem Konsens zugunsten der Bahn­stadt.[12]
Mehr zum Park am Römerbad unter Grün – bedroht.

Der Park am Römerbad, Ernst-Walz-Brücke, nördlicher Brückenkopf; Motiv: blühender Kirschbaum
Der Park am Römerbad, Ernst-Walz-Brücke, nördlicher Brückenkopf.

Handschuhsheim: Nachverdichtung im „Komponistenviertel“

Keinen Erfolg dagegen hatten 2005 die Proteste der Hand­schuhs­heimer und des NABU gegen die Nachverdichtung im „Komponistenviertel“ rund um die Beethovenstraße. Es ging um die alten, weitläufigen Gärten, die sich durch eine be­son­ders reiche Vogelwelt ausgezeich­net hatten – bis zu 35 ver­schiedene Arten konnte man beobachten. Nach langem Tau­ziehen wurde Ende 2012 schließlich gerodet. Auf dem Areal der ehemaligen Gärten entstanden 19 Wohn­einheiten.[13]

Eintönige, würfelförmige Bauweise im Neubaugebiet im Handschuhsheimer Komponistenviertel
Statt alter, großzügiger Gärten mit vielfältigem Leben gleichförmige Neubau-Tristesse.
Einfallslose Blockbebauung der ehemaligen Gärten im Komponistenviertel. Foto: Google Earth.

Weststadt: Umgestaltung der Baumhofstraße/Baumfällungen

Ebenfalls  nicht durchsetzen konnte sich eine Bürgerinitiative, die von 2007–2011 gegen die Umgestaltung der Bahnhof­straße und damit verbundene Baumfällungen kämpfte.


Zum Nachlesen:

[1] Vgl. dazu Philipp Neumayr, Denis Schnur: „Bürgerentscheid erfolgreich – Klares Votum gegen Wolfsgärten“, in RNZ vom 11.04.2021; weitere Artikel dazu (in Auswahl):
Denis Schnur: „Soll hier das neue Ankunftszentrum entstehen?“, in: RNZ vom 31.03.2021.
Sichtweise der Stadt Heidelberg auf den Verlauf der Diskussion und das weitere Prozedere nach dem Bürgerentscheid auf ihrer Website unter: https://www.heidelberg-fluechtlinge.de/1716280.
Maria Stumpf: „Klimabürgermeister hält Versiegelung für vertretbar“, in: RNZ vom 30.03.2021.
Philipp Neumayr: „Ankunftszentrum in den Wolfsgärten: Am Lärmschutz soll es nicht liegen“, in: RNZ vom 26.03.2021.
Denis Schnur: „So könnte das Ankunftszentrum aussehen“, in: RNZ vom 19.03.2021.
„Blüten, Bienen und kalte Luft. Auch Naturschützer machen gegen die Verlagerung des Ankunftszentrums auf den Wolfsgärten mobil“, in: RNZ vom 10.03.2021.
Denis Schnur: „Wolfsgärten: Jetzt entscheidet die Bevölkerung“, in RNZ v. 18.12.2020.; „Wolfsgärten: Ausgleichsfläche weiter unklar“, in RNZ v. 16.11.2020.
Einen Überblick über die „Meilensteine“ im Verlauf der langen Auseinandersetzung um das fragliche Areal gibt Denis Schnur: „Das lange Hin und Her rund um ein Ankunftszentrum in den Wolfsgärten“, in: RNZ v. 12.11.2020; https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberg-das-lange-hin-und-her-rund-um-ein-ankunftszentrum-in-den-wolfsgaerten-_arid,578730.html.

[2] Vgl. Julia Lauer: „Wie geht es weiter mit dem Betriebshof?“, in: RNZ v. 20./21.02.2020; https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberg-wie-geht-es-weiter-mit-dem-betriebshof-_arid,629740.html

[3] Maria Stumpf: „Widerstand gegen Bauvorhaben im Wieblinger Dammweg wächst“, in: RNZ v. 05.11.2020, https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberg-widerstand-gegen-bauvorhaben-im-wieblinger-dammweg-waechst-_arid,575286.html (27.02.2021).

[4] Vgl. dazu Denis Schnur: „Nachverdichtung im Ochsenkopf unter Vorbehalt“, in RNZ v. 20.11.2020, https://www.rnz.de/nachrichten/ heidelberg_artikel,-heidelberg-nachverdichtung-im-ochsenkopf-unter-vorbehalt-_arid,582852.html (27.02.2021). Vgl. auch den RNZ-Artikel: „Im Heidelberger Ochsenkopf soll nachverdichtet werden“ vom 05.08.2020; https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-kleinere-gaerten-mehr-wohnungen-im-heidelberger-ochsenkopf-soll-nachverdichtet-werden-_arid,529746.html (26.02.2021).

[5] Vgl. dazu zuletzt Hörnle, Micha: „Providenzgarten in der Altstadt wird zum Providenzpark“, in: RNZ v. 27.11.2019, https://www.rnz.de/  nachrichten/ heidelberg_artikel,-heidelberg-providenzgarten-in-der-altstadt-wird-zum-providenzpark-_arid,482252.html (29.03.2020).

[6] Vgl. dazu die Ausführungen des ausgewiesenen Baumexperten Prof. Dr. Andreas Roloff von der TU Dresden, die Micha Hörnle in seinem RNZ-Artikel „Providenz-Ginkgo ist wohl einer der ältesten in Deutschland“ (v. 11.10.2018) referiert, https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel, -heidelberg-providenz-ginkgo-ist-wohl-einer-der-aeltesten-in-deutschland-plus-video-_arid,392383.html (28.10.2020).

[7] Vgl. dazu Teufert, Timo: „Das ‚Welde-Orakel‘ verhindert den Betriebshof am Ochsenkopf (Update)“, in: RNZ v. 17.10.2019, https://www.rnz.de/ nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberg-das-welde-orakel-verhindert-den-betriebshof-am-ochsenkopf-update-_arid,473537.html (29.03.2020).

[8] Ein Artikel aus jüngerer Zeit zeigt die gegensätzlichen Positionen de­tailliert auf: Vgl. den Artikel (o. A.) „‚Neckarort Penta-Park‘ und ‚Wassergesetz‘: Setzt sich Naturraum oder Hotelraum durch?“, in: Die Stadtredaktion v. 30.03.2017, http://www.die-stadtredaktion.de/2017/03/ diestadtredaktion/ leitartikel/neckarort-penta-park-und-wassergesetz-setzt-sich-naturraum-oder-hotelraum-durch/ (30.03.2020).
Für eine Übersicht über die Argumente pro Erhalt vgl. Buchwald, Holger: „‚Penta-Park‘: Umweltschützer geben noch lange nicht auf“, in: RNZ v. 05.05.2015, https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Penta-Park-Umweltschuetzer-geben-noch-lange-nicht-auf-_arid,95428.html (30.03.2020).

[9] Zur jüngsten Volte im Fall „Penta-Park-Bebauung“ vgl. Holger Buchwald: „Bauausschuss stimmt für Marriott-Erweiterung“, in: RNZ v. 26.02.2021, https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberg-bauausschuss-stimmt-fuer-marriott-erweiterung-_arid,633103.html (28.02.2021). Und: Holger Buchwald: „Wird das Marriott doch noch erweitert?“, in: RNZ vom 22.02.2021, https://www.rnz.de/nachrichten/ heidelberg_artikel,-heidelberg-wird-das-marriott-hotel-doch-noch-erweitert-_arid,630478.html (26.02.2021).

[10] Eine chronologische Übersicht über die Diskussion um die Stadthallen­erweiterung bzw. den Widerstand dagegen gibt „Die Stadtredaktion“ in ihrem Artikel (o. A.) „Bürgerentscheid bringt Mehrheit gegen die Erweite­rung der Stadthalle Heidelberg“  v. 25.07.2010 (24.04.2020).

[11] Vgl. Hörnle, Micha: „Ein Konferenzzentrum soll her – aber wo bloß?“, in:  RNZ v. 16.11.2010, www.G:/ap88 allgemein/Presse/RNZ Artikel/101116 … – AKBW (21.05.2020) sowie Hörnle, Micha: Eine Erweiterung der Stadthalle bleibt tabu, in: RNZ v. 20.03.2012, https://www.rnz.de/nachrichten/ heidelberg_artikel,-rnz-HDKreis-Eine-Erweiterung-der-Stadthalle-bleibt-tabu-_arid,52725.html (21.05.2020).

[12] Eine Zusammenfassung der Gesamtdiskussion sowie die Pros und Kontras zu sämtlichen Standortvorschlägen finden Sie unter www.heidelberg.de › site › get › heidelberg › Objektdatenbank › PDF › Zebralog › Ergebnisbericht (29.04.2020).

[13] Vgl. Katzenberger-Ruf,  Karin: „Der Kahlschlag hat begonnen“, in: RNZ v. 12.12.2012, https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Der-Kahlschlag-hat-begonnen-_arid,40743.html (29.03.2020).