Stadtgrün – zersiedelt

Beispiel 1: „In der Neckarhelle“/Pirschweg

Unterhalb der Straße „Am Wingertsberg“ greift massive Bebauung um sich: zwei Betonklötze im Landschaftsschutzgebiet. Jedes bisschen Grün bleibt außen vor.

ALLES ZUBETONIERT, KAUM EIN HÄLMCHEN GRÜN Mit bloßem Auge ist nicht mehr zu erkennen, dass hier ein Landschaftsschutzgebiet besteht.

Beispiel 2: „In der Neckarhelle“ 150

Der Bauplatz „In der Neckarhelle“ 150 im August 2020; das alte Einfamilienhaus wurde abgerissen. Das vorher sehr grüne Grundstück mit altem Baumbestand wird gerodet und bis an die Grundstücksgrenzen ausgebaggert.
Im pinkfarbenen Kreis ist das fragliche Grundstück „In der Neckarhelle“ 150 in seinem vorherigen Zustand zu sehen: ein Einfamilienhaus, umgeben von vielen Bäumen; Foto: Google Earth.

Die Nachbarn hatten im Vorfeld Widerspruch gegen die massiven Bebauungspläne eingelegt, unterstützt von der ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten Sigrid Ruder und dem städtischen Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie. Gemeinsam vertraten sie die Auffassung, „dass das Bauvorhaben in seiner Größe und Eingriffsintensität nicht mit den Schutzzwecken der Landschaftsschutzgebietsverordnung vereinbar“ sei.

Wie die RNZ Ende Januar 2020 in einem Artikel zu diesem umstrittenen Bauvorhaben berichtet, hatte „eine Bürgermeisterrunde aus Oberbürgermeister Eckart Würzner sowie Jürgen Odszuck und Wolfgang Erichson die Planung am 2. Juli 2018 als genehmigungsfähig angesehen und die Untere Naturschutzbehörde, also das Umweltamt, angewiesen, ‚eine positive Stellungnahme mit Auflagen‘ abzugeben.“ Am 30. Oktober 2019 war dann die landschaftsschutzrechtliche Erlaubnis erfolgt. Die 13 gefällten Bäume, so die Zusage, sollen an anderer Stelle des Grundstücks wieder ersetzt werden. (Zitate nach dem bereits angesprochenen ausführlichen RNZ-Artikel von Birgit Sommer: „Wie viel Wohnbau verträgt das Landschaftsschutzgebiet?“ vom 30.01.2020.

Zu diesem Artikel gibt es ein Update vom 14.10.2021.

Statt des Einfamilienhauses mit parkähnlichem Garten entstehen zwei Gebäude mit jeweils 5 Wohnungen und Tiefgarage; Foto: April 2021.