Baumsterben auf der Streu­obst­wiese

Auf einem Spaziergang Anfang März rund um Stift Neuburg bot die Streuobstwiese unterhalb der Klostermauern ein desolates Bild: kaputte und tote Bäume, wohin man schaut.

Die Streuobstwiese unterhalb von Stift Neuburg, Ziegelhausen: Überall tote Bäume.
Kirschbaum, abgestorben.
Kirschbaum, abgestorben, mit abplatzender Rinde.

Eine Verjüngung des Baumbestands ist überfällig, wenn die Streuobstwiese erhalten bleiben soll.

Das Umweltamt der Stadt Heidelberg wurde von uns über den katastrophalen Zustand informiert. Die Amtsleiterin Frau Lachenicht teilte unsere Einschätzung der verheerenden Situation des Baumbestands. Sie informierte uns, dass für Pflege und Neupflanzung zunächst nicht die Stadt, sondern der Verein der Freunde der Benediktinerabtei Neuburg e. V. zuständig sei – dessen Mittel aber seien begrenzt. Man habe bereits in den letzten Jahren in gemeinsamer Bemühung wiederholt versucht, Fördermittel für neue Bäume zu akquirieren, allerdings bislang vergeblich.

Das Umweltamt will nun einen erneuten Anlauf nehmen, um eine Verbesserung der Situation herbeizuführen – notfalls mit Mitteln aus dem eigenen Etat.

Es ist erschreckend, dass in der ehemaligen „Umwelthauptstadt“ Heidelberg die Anschaffung von einigen neuen Obstbäumen für eine Streuobstwiese offenbar so schwierig ist. Noch dazu für eine Streuobstwiese, die per se als Kulturgut erhaltenswert ist und obendrein an einem touristischen Hotspot liegt.

Falls alle Stricke reißen: In der Bürgerschaft ließen sich bestimmt Baumpaten finden, die bereit wären, den ein oder anderen neuen Obstbaum zu spenden.

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