Neuer Lehr- und Lerngarten in Bergheim

Heidelberg hat seinen ersten Klimawandel-Garten – mitten in Bergheim. Ein kleiner Teil der schlichten Grünfläche an der Klinik für Psychiatrie in der Voßstraße wurde nun umgestaltet und mit der Anlage des neuen Klimawandel-Gartens aufgewertet.

Der neue Klimawandel-Garten (Ecke Voß- und Thibeaustraße) wertet nun die Grünanlage auf.
Die Rasenfläche vor der Psychiatrischen Klinik in Bergheim. Der größte Teil der Grünfläche blieb unverändert erhalten. Blick von der Voßstraße aufs Klinikum.

Seit jeher bietet die Grünfläche vor Psychiatrie einen Ort der Ruhe mitten im trubeligen Zentrum – und das nur wenige Schritte vom Bismarckplatz entfernt. Allerdings nutzten bisher nur wenige Passanten die Bänke zum Verweilen. Doch das könnte sich jetzt ändern. Der neue Klimawandel-Garten könnte in Zukunft mehr Besucher anlocken.

Auch zwei Hochbeete gehören zum neuen Klimawandel-Garten.

Wozu ist der Klimawandel-Garten gedacht?

Der 40m lange Schaugarten soll Forschenden und Studierenden, aber auch interessierten Laien zeigen, welche Pflanzen unter den Bedingungen des Klimawandels gut gedeihen. Die Uni Heidelberg, die an der Umsetzung des Projekts maßgeblichen Anteil hatte,  möchte zudem den Klimawandelgarten als Freiluftlabor und Experimentierfeld für ihre Studierenden nutzen.

Hier rankt sich Hopfen empor, an anderen Holzstreben sind es verschiedene Clematis- und Kiwi-Sorten, Kletterhortensien oder auch der exotische Schokoladenwein.

Kleine Schönheitsfehler

Leider fehlen bisher noch Beschriftungen an den Pflanzen, sodass nur erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner oder Sachkundige erkennen, was da genau gepflanzt wurde. Auch die QR-Codes, die Zugang zu nützlichen Informationen bieten sollten, sind – mit einer Ausnahme – noch nicht vorhanden.

Nur auf diesem Schild ist schon der QR-Code angebracht. Demnächst sollen alle verwendeten Pflanzen mit einem QR-Code ausgestattet sein, über den jeweils nähere Informationen abrufbar sind.

Außerdem sind bereits einige der  jungen Pflanzen der ersten Dürreperiode im Mai zum Opfer gefallen. Hieraus leitet sich gleich die erste Erkenntnis ab: Zum Anwachsen brauchen selbst dürre- und hitzeverträgliche Pflanzen ein Mindestmaß an Wasser.

Eines der Dürre-Opfer – vermutlich wird bald nachgepflanzt.

Finanziert wurde der Klimawandelgarten durch das Projekt „Mittendrinstadt“.


Zum Nach- und Weiterlesen:

Emma Hlobil: „Ein Projekt zum Forschen und Lernen in ganz neuen Formen“, in RNZ vom 20.5.2026.

Weitere Informationen auf der Website des Klimawandelgartens der Universität Heidelberg.

Mehr Infos zum Projekt „Mittendrinstadt“ auf der Website der Stadt Heidelberg.