Das neue Audi-Max: chic, aber wenig Grün

Am Mittwoch wird das neue Audi-Max eröffnet. Das Gebäude beeindruckt – und ist auch beabsichtigt, schließlich bildet es den neuen architektonischen Mittelpunkt im natur- und lebenswissenschaftlichen Campus INF. Trotz seiner gigantischen Ausmaße wirkt der repräsentative Bau ausgesprochen chic.

Das neue Audi-Max, Ansicht von Osten. Auffällig sind die „Lerntreppen“ mit Holzverkleidungen zum Sitzen.

Was bei der Planung allerdings deutlich zu kurz kam, ist das Grün. Beispiel: das Außengelände. Zwar wurden um das Gebäude verteilt insgesamt rd. 40 Bäume gepflanzt. Aber sie wurden meist lieblos einzeln in Gitter gesetzt (wie oben rechts im Bild) oder in geschotterten Grund. Ein Rasenbeet wäre die deutlich bessere Alternative gewesen.

Auf Begrünung von Fassade oder Dach wurde gleich komplett verzichtet.

Bäume im geschotterten Bereich.
Schattenlose Sitzbänke auf Schotter – wer hält es hier im Sommer aus? Im Hintergrund Bestandsbäume und einige neue Bäume, die das Glück haben, in offenem Boden wurzeln zu können..

Bauherrin des Multifunktionsgebäudes ist die Klaus Tschira Stiftung, die schon für das deutlich wuchtigere Mathematikon verantwortlich zeichnet.

Der neue Gebäudekomplex umfasst neben dem Audi-Max eine Bibliothek sowie Lehr-, Lern- und Ausstellungsflächen. Das Audi-Max als Herzstück des Ganzen hat Platz für 900 Studierende.

Blick nach Süden (!) vom 2. Stock aus – eine Betonwüste.
Blick nach Osten – die „Lerntreppen“ liegen abends im Gebäudeschatten und werden bereits gut angenommen. Kleine Pflanzelemente lockern das Ganze auf und bilden das grüne Feigenblatt des Komplexes.
Ansicht von Westen.